Im Gegensatz zu der prunkvoll ornamentierten Betonung des Kraftvollen und Elementaren in der Formensprache des Barock spiegeln Biedermeier – Möbel – siehe die Biedermeier – Schränke in unserem Portfolio – ein Design- und Kunstverständnis, das sich in betont sachlichen Stilentwürfen zum Ausdruck bringt; es werden klare Formen und leuchtende, mitunter kontrastierende Farben bevorzugt.
Das weitgehende Fehlen von Oberflächendekors ist Ausdruck dieser sparsamen Ästhetik gleichermaßen wie die Tatsache, dass in der Herstellung vorwiegend heimische Hölzer verarbeitet werden.
Dieser „Stil der Einfachheit“ entwickelt sich im Verlauf der Epoche zum Ideal einer Bescheidenheit, die in einer bewussten Abkehr von einem luxuriösen Prunk des 18. Jahrhunderts (siehe Frankfurter Schrank und Tabernakelsekretär) gedeutet werden kann: Die zeitgemäßen Tugenden bürgerlicher Innerlichkeit erhalten ihr ästhetisches Pendant in schlichter Eleganz und Funktionalität.
Das Biedermeier steht in einem engen Zusammenhang mitdem sozialen Aufstieg des Bürgertums nach dem Wiener Kongress (1815). Es handelt sich aber keineswegs um eine Kunst, die bloß bürgerliche Auftraggeber hatte. Einige der bemerkenswertesten, aber auch schlichtesten Möbelstücke entstehen als Auftragsarbeiten des Hofes und des Adels.
Biedermeier Möbel und Kunstgegenstände aus der Zeit von 1815-1830 finden Sie in meinem Geschäft in Wiesbaden.

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