Biedermeier Kommoden um 1815 gehören auch heute noch zu den gesuchten Antiquitäten im Kontext mit modernen Möbeln. Vorwiegend in Kirschbaum furnierte Kommoden werden häufig in Speisezimmern zur Unterbringung von Tischwäsche oder Silberbestecken aufgestellt. Die schönen Maserungen des rötlichen Kirschbaumholzes harmonieren besonders schön zu lichtgrauer Wandfarbe. 

Vierschübige Biedermeier Kommode

Nr.: 2430| 4.200,–Euro | -20% = 3.360,– Euro

Zierliche Pfeilerkommode

Nr.: 2418 | 2.500,– Euro | -20% = 2.000,–Euro

Chiffonière in Kirschbaum

Nr.: 2193 | 6.800,– Euro | -20% = 5.440,–Euro

Biedermeier Kirschbaum Kommode,verkauft

Nr.: 2181 |

Biedermeier Kommode Brandenburg, verkauft

Nr.: 1860 |

Modellkommode Biedermeier, verkauft

Nr.: 1559 |

Biedermeier Kommode mit schwarzen Säulen, verkauft

Nr.: 2180 |

Biedermeier Kommode Mitteldeutschland, verkauft

Nr.: 1984

Biedermeier Kommode Kirschbaum, verkauft

Nr.: 2429 |

Biedermeier Kommoden

Bürgerliche Klassik: Biedermeier – Kommoden & Co.

Biedermeier – Kommoden entwickelten sich aus den Kabinettschränken und Truhen des 17. Jahrhunderts und gewannen wegen ihres praktischen Nutzens auch rasch an Beliebtheit. Ihr grundlegendes Merkmal sind die großzügig angelegten Schubladen, die einen entsprechenden Stauraum verfügbar machen. Die Möbel sind in der Regel funktionell, dienen in keiner Hinsicht repräsentativen Zielen, sondern in erster Linie einem unprätentiösen bürgerlichen Komfort, der dem zeitgenössischen Rückzug ins Private Rechnung trägt, ohne dabei die handwerkliche Ausführung zu vernachlässigen. Eine klare architektonisch geprägte Formensprache zeichnet die Zierelemente der Möbel aus. Einfache Formen und übersichtliche Gliederungen machen diese Biedermeier – Kommoden zu modernen Klassikern. Es ist gerade diese wohlproportionierte Einfachheit und klare Linienführung bei gleichzeitiger Vermeidung jedweden dekorativen Überschwangs, etwa in Abgrenzung zum französischen Empire, die auch heute noch einen magischen Zauber auf den zeitgenössischen Geschmack ausüben. Biedermeiermöbel entsprechen in ihrer handwerklich vollendeten Ausführung wie in formaler Hinsicht den Anforderungen eines modernen Wohnambientes und lassen sich nahtlos in ein entsprechendes Umfeld „verpflanzen“, ohne an Ausdruckskraft und Charakter zu verlieren. Es mag entscheidend zu der bis heute anhaltenden Wirkung dieser Möbel beigetragen haben, dass hier nicht nur Architekten den Einrichtungsgegenständen ihren gestaltenden Willen „aufgedrückt“ haben, sondern durch Zeichenschulen und polytechnische Vereine geübte Tischler und Kunsthandwerker zu einer Formensprache gefunden haben, die handwerkliches Können mit dem technischen Know-how der Zeit zu jener Ausdruckskraft zusammenführen, die Möbelunikate in einer außerordentlich soliden Verarbeitung unter Verwendung edler Materialien entstehen ließen.

Gegenwärtig verbindet man mit der Stilepoche des Biedermeier eher Begriffe wie Beschaulichkeit, Gemütlichkeit, Solidität und eine gewisse bürgerliche Saturiertheit. Dabei ist in Vergessenheit geraten, dass dieser verhältnismäßig kurzen Stilepoche in der Geschichte des Kunsthandwerks weitaus mehr an Bedeutung zukommt, als man ihr gemeinhin zuschreiben möchte. Sie ist in ihrem besten Sinne eine allzu lange vergessene Grundlage für den Funktionalismus des 20. Jahrhunderts bis hin zu den aktuellen Auszeichnungen guter Industrieform. Man ist geneigt, dies auch anders zu formulieren: zweckgerecht, stoff- und materialbezogen, schlicht zeitgemäß. Dass sich die Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände dieser Stilepoche bei Sammlern und Freunden des Kunsthandwerks gerade heute wieder einer steigenden Beliebtheit erfreuen, lässt sich vielleicht auf einen gewissen, die Epoche kennzeichnenden vernunftgeleiteten Pragmatismus zurückführen, der das Biedermeier für uns so verwandt und durchaus zeitgemäß erscheinen lässt. Sieht man einmal vom Möbeldesign ab, und wendet sich anderen Kunstformen der Zeit zu, lässt sich etwa mit Blick auf die zeitgenössische Malerei ein entsprechender Realitätssinn in einer minutiösen Erfassung der Wirklichkeit feststellen, in dem sich bereits spätere Epochenstile (Realismus, Naturalismus) ankündigen.

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