Glossar

Robj 

(Firma 1908-1931)

Robj war in Paris als Händler tätig. In seinem Laden in der Rue du Paradis vertrieb er Nippsachen und Kuriositäten. Seine Porzellan-Buddhas und kriegerischen Sioux-Indianer waren geschickt als Puderdose oder Tintenfass gestaltet. Eine Zigarettendose oder ein Parfümverbrenner konnten die Formen eines Mexikaners mit Sombrero oder eines Holländers mit riesengroßen Holzschuhen annehmen. Seine Tisch-oder Nachtlampen fielen nicht minder geschmacksfern aus: Japanische Geishas trugen Sonnenschirme mit Glühlampen oder ein muskulöser Gewichtheber stemmte zwei Hanteln, die als Kugeln aus gefrostetem Glas gebildet waren und beleuchtet werden konnten. Trotz kitschiger Motive ist die Formgebung dieser kleinen Objekte sehr zeittypisch. Einige Glasentwürfe ließ Robj von Lalique ausführen, die dann weniger exotisch und wesentlich kultivierter ausfielen.

Quelle: Alastair Duncan, Lampen Lüster Leuchter, Jugendstil Art Déco, Prestel-Verlag, München 1979, S.182

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