Glossar

Eugène Printz

Eugène Printz gab sein Debut 1925 auf der Internationalen Ausstellung in Paris. Sein Vater war Innenarchitekt und Kunstschreiner, so war Printz in diesem Beruf aufgewachsen. Er teilte die Vorliebe des Vaters für edle Hölzer, bevorzugte Palisander, Mahagoni, Teak, wilde Kirsche und Sykamorenholz für seine eleganten Interieurs, die er unter anderem für die Prinzessin von Auvergne und Madame Jeanne Lanvin schuf. Bei der Beschäftigung mit Inneneinrichtungen, die er schlicht eine Sache des >>erlesenen Geschmacks<< nannte, erkannte er die wichtige Rolle, die die Beleuchtung in der Innenarchitektur spielt. Seine diesbezüglichen Erkenntnisse schlugen sich in der Theorie wie in der Praxis nieder. In der Zeitschrift >Lux< erörterte er 1930 und 1931 seine Auffassung von moderner Beleuchtung und betonte, dass diese von Anfang an als integrierender Bestandteil des Innenraums betrachtet werden müsse.

Printz hatte zur Genüge Gelegenheit, diese Theorie in die Praxis umzusetzen. Bei den Ausstellungen des Herbstsalons und der Société des Artistes Décorateurs konnte man zahlreiche Beispiele seiner >sichtbaren> und >unsichtbaren< Lampen bewundern. Die >Couronne Lumineuse<, die Leuchtkrone, wie er sie nannte, wurde ein Vorbild für viele Imitatoren. Andere Lichteffekte waren nicht weniger attraktiv. In ein Konversationszimmer stellte er eine Säule mit einer im Kapitell eingebauten Beleuchtung auf.

Die Lichtstärke war so zu regeln, dass keine einzige Ecke des Raumes im Dunkeln blieb. In der Empfangshalle für ein Kolonialmuseum errichtete er eine doppelte, zweistöckige Stehlampe, die das Licht gleichmäßig an die Decke warf. Im Lichtpavillon der Weltausstellung von 1937 war er zusammen mit Kohlmann für die Beleuchtung der Korridore und des Vestibüls zuständig. Hier stellte er eine >Tisch-Jardinière< aus, die man erleuchten konnte.

Quelle: Alastair Duncan, Lampen Lüster Leuchter, Jugendstil Art Déco, Prestel-Verlag, München 1979, S.181

Bild: Alastair Duncan, Lampen Lüster Leuchter, Jugendstil Art Déco, Prestel-Verlag, München 1979, Bild 121

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