Kubistisches Gemälde Sigismund Kolos-Vary „Frau mit Tulpe“, 1936

Nr. 2790 | 7.800,--
Sigismund Kolos-Vary
Gemälde, Interieur mit stilisierter Frauenfigur, Blumen und Stillleben gerahmt
Pastose Malweise Öl auf Leinwand
Sigismund Kolos-Vary signiert 1936
Figurative Darstellung mit formaler Abstraktion
Sigismund Kolos-Vary
Einfluss der klassischen Moderne insbesondere des Expressionismus und Kubismus erkennbar
Sigismund Kolos-Vary
Rahmen neuzeitlich
Sigismund Kolos-Vary
Rahmen neuzeitlich
Sigismund Kolos-Vary
Ungarischer Maler der klassischen Moderne
Sigismund Kolos-Vary
Rückseitig betitelt und datiert 1936 und signiert
Sigismund Kolos-Vary 1936
Rückansicht des Gemäldes von Kolos-Vary
Sigismund Kolos-Vary
Rahmen neuzeitlich
Aufkleber

„Frau mit Tulpe“

Künstler: Sigismund Kolos-Vary

geb. 1899 –  gest. 1983

Öl auf Leinwand

Signiert, betitelt und datiert 1936

Höhe: 100 cm | Breite:  84 cm m.R.

Die Malweise ist pastos und sichtbar texturiert, was auf einen bewussten Umgang mit Materialität hinweist. Insgesamt verbindet das Werk figurative Darstellung mit formaler Abstraktion und verweist stilistisch auf Einflüsse der klassischen Moderne, insbesondere des Expressionismus und Kubismus.

Frau mit Tulpe

Sigismund Kolos-Vary

1936

Sigismund Kolos-Vary (1899–1983) war ein ungarisch-österreichischer Maler der Klassischen Moderne

 Nach seiner akademischen Ausbildung war er vor allem in Mitteleuropa tätig. Sein Werk umfasst Figurenbilder, Interieurs und Stillleben, die sich durch eine reduzierte Formensprache, klare Kompositionen und eine ausgewogene, dekorative Farbigkeit auszeichnen.

 In den 1930er-Jahren entwickelte Kolos-Vary einen eigenständigen Stil zwischen moderner Sachlichkeit und poetischer Stilisierung.

Seine Arbeiten sind heute vor allem im kunsthistorischen Kontext der Zwischenkriegszeit verortet.

Bildbeschreibung:

Frau mit Tulpe
Öl auf Leinwand

Die stilisierte Figurenkomposition verbindet Elemente des Stilllebens mit einer modernen, flächigen Raumauffassung. Farbige Rhythmen und reduzierte Formen verweisen auf Einflüsse der klassischen Moderne und verleihen dem Werk eine zeitlose, sammlerisch attraktive Präsenz.

Das Gemälde zeigt eine stilisierte weibliche Halbfigur in Profilansicht, dargestellt in einem Innenraum vor einem Fenster oder Wandbild. Die Figur ist geometrisch vereinfacht und flächig aufgebaut; Kopf, Torso und Gliedmaßen sind deutlich konturiert und perspektivisch bewusst verzerrt. In den Händen hält die Figur eine Vase mit einer Tulpe, deren Blüte durch eine dunkle, diagonale Form akzentuiert wird.

Die Farbpalette ist gedämpft und harmonisch, dominiert von Grün-, Blau-, Ocker- und Rosatönen. Die Raumdarstellung erfolgt ohne lineare Perspektive, vielmehr durch übereinandergelagerte Farbflächen und Rahmungen, die Bild im Bild-Strukturen erzeugen. Stilllebenhafte Elemente (Schuhe, Stoff, Blüten) sind im Vordergrund arrangiert und verstärken den statischen Charakter der Szene.

Die Malweise ist pastos und sichtbar texturiert, was auf einen bewussten Umgang mit Materialität hinweist. Insgesamt verbindet das Werk figurative Darstellung mit formaler Abstraktion und verweist stilistisch auf Einflüsse der klassischen Moderne, insbesondere des Expressionismus und Kubismus.

Ein anderes Werk dieser Sammlung ist das Stillleben von Nicolas Poliakoff.

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