Glossar

Louis Sognot

(1892-1969)

Kaum ein Vertreter der Art-Déco-Schule hat sich für Funktionalismus, Klarheit und Sparsamkeit in der Linienführung so engagiert wie Louis Sognot und seine Mitarbeiterin Charlotte Alix (geb. 1897). Ihre Möbel wurden zusammen mit den Arbeiten der Architekten Moser, Guillemard und Madame Sougez von dem Einrichtungsstudio Primavera vertrieben, das dem Pariser Kaufhaus Au Printemps angeschlossen war. Sognot stellte während der zwanziger und dreißiger Jahre regelmäßig im Herbstsalon aus. Seine Möbel für den Maharadscha von Indore waren 1931 im Salon zu sehen und repräsentierten die unaufdringliche Liebenswürdigkeit, die für Sognots Arbeiten typisch war. Er entwerfe wie ein Logiker und führte wie ein Poet aus- schrieb ein Kritiker über Sognot.

Von rationaler Schönheit war eine von Sognot und Charlotte Alix entworfene Tischlampenserie aus runden und eckigen Metallglasstäben in verchromten Metallfassungen. Die Glühbirnen waren so hinter den Glasstäben angebracht, dass sie faszinierende Lichtreflexe hervorriefen. Andere Erfindungen der beiden auf diesem Gebiet waren zum Beispiel eine anschraubbare Lampe für einen Spieltisch, ein Drehspiegel in vernickeltem Rahmen mit eingebautem Lichtstrahler (1929 im Herbstsalon ausgestellt), oder ein Toilettenspiegel, in den mehrere Strahler kranzförmig so eingebaut waren, dass die sich im Spiegel betrachtende Person völlig ausgeleuchtet werden konnte.

Quelle: Alastair Duncan, Lampen Lüster Leuchter, Jugendstil Art Déco, Prestel-Verlag, München 1979, S. 185-186

Bild: Alastair Duncan, Lampen Lüster Leuchter, Jugendstil Art Déco, Prestel-Verlag, München 1979, Bild 132

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