Glossar

Louis Süe (1875- 1968) und André Mare (1887-1932)

1912 gründeten Süe und Mare ihr >Atelier Français<, das sie nach dem Ersten Weltkrieg 1919 in >Compagnie des Artistes Français< umnannten. Süe war Architekt und Innenarchitekt, Mare Maler, Illustrator und Möbeldesigner. Das Ziel ihrer Partnerschaft war, alle Elemente der Inneneinrichtung auf sinnfällige, harmonische Weise zu vereinen. Natürlich entwarfen beide Künstler auch Beleuchtungsobjekte oder betrauten Mitglieder ihrer Gruppe damit.

Süe&Mare nahmen regelmäßig an den Ausstellungen des Herbstsalons teil. Im Französischen Pavillon und im Museum für Zeitgenössische Kunst, die beide von der Compagnie des Artistes Français erbaut und auch ausgestattet worden waren, stellten sie bei der Internationalen Ausstellung 1925 ihre Lampen vor, die von Guillaume Janneau in seinem Mappenwerk >Le Luminaire< ausführlich gewürdigt wurden. Es waren Tischlampen mit Blumen aus Alabaster auf schmiedeeisernem Sockel, Kristallüster, sechsarmige Wandleuchter aus Bronze und Glasperlen, sowie Stehlampen, bei denen die sechsteilige Konstruktion aus gefrostetem Glas als stilisierte Wasserfontäne gestaltet war, oder solche mit gemaserten Alabasterschalen auf säulenartigen, schwarz-patinierten Schmiedeeisenständern. Eine einzigartige Kreation von Süe et Mare war ein gläserner Blumenkorb, der von innen beleuchtet werden konnte. Die meisten Entwürfe gingen jedoch in Konzeption und Ausführung über Herkömmliches nicht hinaus.

Quelle: Alastair Duncan, Lampen Lüster Leuchter, Jugendstil Art Déco, Prestel-Verlag, München 1979, S. 187

Bild: Guillaume Janneau, Le Luminaire, Art Deco Lampen 1925-1937, Arnold’sche Verlagsanstalt, 1992, S. 59.

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