Glossar

Eileen Gray

(1878-1976)

Eileen Gray, geboren am 9. August 1878 in Enniscorthy, Irland, wuchs in einem wohlhabenden Umfeld auf und entwickelte früh ein Interesse an Kunst und Design. Nach Studienaufenthalten in London, Paris und Deutschland ließ sie sich schließlich in Paris nieder, wo sie zu einer führenden Persönlichkeit im modernen Design avancierte. Schon im Jahr 1913 waren ihre lackierten Paravents ein herausragender Bestandteil ihrer Möbelentwürfe und wurden sowohl im Herbstsalon als auch auf Ausstellungen der Société des Artistes Décorateurs bewundert. Diese Anerkennung hielt bis in die dreißiger Jahre an. Ihre Lackarbeiten, Kommoden, Sofas, Bücherschränke, Wandbehänge und handgeknüpften Teppiche dokumentierten eindrucksvoll, dass die Vereinigung von Funktionalität und Ästhetik durchaus möglich ist.

Mit derselben Hingabe widmete sich Eileen Gray auch dem Design von Lampen, obwohl diese Entwürfe leider weniger zahlreich sind. Wie bei Chareau legte sie bei den Lampen großen Wert auf Qualität statt Quantität. Als begabte Architektin entwarf sie auch das berühmte Haus „E1027“ an der französischen Riviera, das als Meisterwerk der modernen Architektur gilt. Obwohl sie oft im Schatten ihrer männlichen Zeitgenossen stand, hinterließ sie einen bleibenden Einfluss auf die Welt des Designs. Ihr Werk wurde erst spät in ihrem Leben und posthum angemessen anerkannt. Eileen Gray verstarb am 31. Oktober 1976 in Paris, aber ihr Vermächtnis lebt durch die zahlreichen Designikonen fort, die sie geschaffen hat. Heute wird sie als eine der bedeutendsten Pionierinnen des modernen Designs gefeiert, deren Lebensgeschichte ein inspirierendes Beispiel für Leidenschaft, Innovation und Durchhaltevermögen ist.

Quelle: Alastair Duncan, Lampen Lüster Leuchter, Jugendstil Art Déco, Prestel-Verlag, München 1979, S.171.

Bild: Wikipedia/Eileen Gray

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