Glossar

Dominique

(1922 gegründet)

André Domin und Marcel Genevrière gründeten 1922 zusammen die Firma Dominique. Als Innenarchitekten statteten sie Räume für die Fabrik Houbegant und für Jean Puiforçats Villa aus. In den frühen zwanziger Jahren stellten sie kurze Zeit mit der Société des Artistes Décorateurs aus und gründeten dann 1926 mit Chareau, Legrain, Puiforçat und Templier die Gruppe >Les Cinq<. In ihren Entwürfen vertraten sie eine repräsentative Einfachheit. Für ihre geometrischen Fauteuils und Couchen verarbeiteten sie Palisander, Mahagoni, Rüster und andere kostbare Hölzer. Sie überzogen, wie ein trapezförmiger Sessel von 1926 zeigt, die Polster gerne mit blauer Damastseide. Ihr Beitrag zur Beleuchtung wa nicht besonders umfangreich. Wie Photographien ihrer Inneneinrichtungen zeigen, haben sie selten konventionelle Lampentypen benutzt, außer einigen Appliquen mit nach oben gekehrten Schirmen oder einigen kleinen Tischlämpchen. Wenn indirekte Beleuchtung nicht ausreichend war, sorgten Wand-, Steh-oder Tischlampen aus versilberter Bronze mit Alabasterschirmen oder aus vergoldeter Bronze mit sandgestrahlten Glasschirmen für Beleuchtung. Einige dieser Entwürfe wurden 1929 und 1930 in >Art et Industrie< abgebildet. Die chinesische Dschunkenlampe und ähnliche Modelle, die bereits 1925 bei der Internationalen Ausstellung im französischen Pavillon zu sehen waren, sind kaum als originell anzusehen.

Quelle: Alastair Duncan, Lampen Lüster Leuchter, Jugendstil Art Déco, Prestel-Verlag, München 1979, S.167-168.

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