Glossar

Décoration Intérieure Moderne (DIM)

(1914 gegründet)

Die Firma DIM- wie sie kurz genannt wurde- ist 1914 von René Joubert in der Rue Royale in Paris gegründet worden. Nach dem Kriege stellte Joubert in den Salons aus und ging 1923 mit Pierre Petit eine sehr erfolgreiche Partnerschaft ein. Bis 1930 hatte sich DIM um das Dreifache vergrößert und gehörte mit seiner erstklassigen technischen und kaufmännischen Organisation zu den größten Einrichtungsstudios von Paris. Als Verfechter des >Le Style 1925< versuchte DIM jegliches überflüssige Ornament zu vermeiden und war stets um Logik und Einfachheit bemüht. Die Interieurs lebten aus architektonischer Askese. Neben eigenen Arbeiten verkaufte man auch Lampen von Le Chevallier, Guévrékian, Jean Prouvé, Leroy, Lesage Stéphan und von der Firma Venini aus Murano. Mit der aufkommenden Mode des indirekten Lichts wurden die einzeln stehenden Lampen Anfang der dreißiger Jahre verdrängt. Direkte Lichtquellen, wie man sie zum Lesen brauchte, ergänzten jedoch das Programm für allgemeine Raumbeleuchtung. Joubert und Petit entschieden sich für die einfachsten Formen: Sie setzten Lampenschirme aus glattem oder plissiertem Stoff und aus Pergament auf die kugel-oder amphorenförmigen Sockel.

Die Caféteria, die DIM in New York ausgestattete und 1928 im Herbstsalon ausstellte, hatte eine Decke aus Glassteinen, die von hinten beleuchtet waren und einen diffusen Lichteffekt ergaben. Beleuchtbare Decken waren in den späten zwanziger Jahren sehr häufig. Sie bestanden aus Glassteinen, versenkten Glaspaneelen oder aus illuminierten Glaskuppeln. Als Joubert 1931 starb, führte Petit die Firma in der gemeinsam entwickelten Auffassung weiter.

Quelle: Alastair Duncan, Lampen Lüster Leuchter, Jugendstil Art Déco, Prestel-Verlag, München 1979, S. 167.

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